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TOMCHEMIE » Physikalische Chemie & Mathe » Allgemein » Bestimmung d. Reaktionsordnung: Halbwertszeitmethode » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Bestimmung d. Reaktionsordnung: Halbwertszeitmethode
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H2SO4
unregistriert
Bestimmung d. Reaktionsordnung: Halbwertszeitmethode Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,

wir haben in der PC-Vorlesung besprochen, wie man die Reaktionsordnung einer Reaktion bestimmt. Dabei wurde gesagt, dass man die logarithmierten Werte von der Halbwertszeit (lg t) gegen die logarithmierten Werte der Anfangskonzentration (lg c0) aufträgt.

Kann mir jemand sagen, warum man die Werte logarithmiert aufträgt und nicht einfach Halbwertszeit gegen Anfangskonzentration?

Man müsste doch auf ähnliche Gerade kommen, oder?

Freue mich auf eure Antworten!
04.02.2009 21:00

organicmaterials   Zeige organicmaterials auf Karte organicmaterials ist männlich
Polymer


Dabei seit: 06.11.2006
Beiträge: 452
Beruf: Diplom Chemiker
Dein "Chemiewissen": Dr. rer. nat.
Herkunft: Baunatal

RE: Bestimmung d. Reaktionsordnung: Halbwertszeitmethode Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo

Wenn beide Größen logarithmisch aufgetragen eine Gerade ergeben, muss das nicht im Umkehrschluss bedeuten, dass auch die nicht-logarithmische Auftragung beider Größen eine Gerade ergibt. Nehmen wir mal die allgemeine Geradengleichung, und gehen davon aus, dass zwei Größen logarithmisch vorliegen:

ln y = m \cdot  (ln x) + b

Jetzt entfernen wir den logarithmus durch Anwenden der Exponentialfunktion:

\Rightarrow  e^{ln y} = e^{(m \cdot  (ln x) + b)}

\Rightarrow  y = e^{(m \cdot  (ln x))} \cdot  e^b

\Rightarrow  y = (e^{ln x})^m \cdot  e^b

\Rightarrow  y = x^m \cdot  e^b

Wie man sieht ist aus der ursprünglichen linearen Funktion eine Potenzfunktion m-ten Grades entstanden. Für den Fall das m gerade den Wert 1 besitzt, sind sowohl die logarithmische als auch die nicht-logarithmische Funktion linear. Für alle anderen m ist das aber nicht der Fall.

Bei der Methode der Bestimmung der Reaktionsordnung n aus den Halbwertszeiten erhält man n gerade aus der Steigung der logarithmisch aufgetragenen Geraden. Es gilt nämlich: m = 1-n. Und wenn die Reaktionsordnung nicht gerade Null ist, ist m immer verschieden von 1. Deshalb die logarithmische Auftragung.

__________________
Gruss \mathfrak{M}ichael

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von organicmaterials: 05.02.2009 18:10.

05.02.2009 18:09 organicmaterials ist offline E-Mail an organicmaterials senden Beiträge von organicmaterials suchen Nehmen Sie organicmaterials in Ihre Freundesliste auf

H2SO4
unregistriert
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Ok, ich habe es verstanden. Ich war nur verwirrt, da die Gleichungen für die Halbwertszeiten doch lauten:

0. Ordnung: t = c0/(2k)

1. Ordnung: t = ln 2/k

2. Ordnung: t = 1/(k*cA)

Die Gleichungen t gegen c0 ergeben für die 0. und 1. Ordnung ja auch eine Gerade.
Bei der 2. Ordnung müsste man aber t gegen 1/c0 auftragen.

Um dies zu vermeiden, trägt man dann direkt die logarithmierten Werte auf. Danke!
05.02.2009 18:32

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