TOMCHEMIE
 
Forum durchsuchen:
» Erweiterte Suche

TOMCHEMIE » Allgemeine Chemie, Grundlagen der Laborpraxis, Chemische Analyse » Chemische Experimente und Versuche » Metalle » "Vergoldung", "Versilberung" und Verkupferung von Euromünzen » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Zum Ende der Seite springen "Vergoldung", "Versilberung" und Verkupferung von Euromünzen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
Neuling Neuling ist männlich
Polymer


images/avatars/avatar-409.jpg

Dabei seit: 03.06.2008
Beiträge: 499
Beruf: Schüler
Dein "Chemiewissen": Chemie LK

"Vergoldung", "Versilberung" und Verkupferung von Euromünzen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Die Idee hierfür ist in diesem Thema entstanden.

Ich habe dieses Dokument selbst erstellt und würde mich freuen, wenn euch vielleicht noch Verbesserungsvorschläge einfielen... besonders in Richtung Erklärung.

Außerdem wäre es ja auch ganz schön, wenn ihr, wenn ihr auch den ein oder anderen schönen Versuch habt, ihn hier reinstellt.

Nun viel Spaß, die Diskussion ist eröffnet! :fluffy:

Dateianhang:
unknown Verkupferung und Vergoldung von Münzen.pdf (165,02 KB, 2.190 mal heruntergeladen)


__________________
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft Und Eigenschaft, Wäre kein Meister Über die Geister.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher.“
Albert Einstein

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Neuling: 07.12.2008 14:55.

07.12.2008 14:54 Neuling ist offline Beiträge von Neuling suchen Nehmen Sie Neuling in Ihre Freundesliste auf

Enhadrei Enhadrei ist männlich
Copper


images/avatars/avatar-403.jpg

Dabei seit: 20.09.2006
Beiträge: 1.537
Beruf: Student
Dein "Chemiewissen": Studienanfänger

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Erst einmal ein großes Lob an die Versuchsbeschreibung, die in meinen Augen vom Aufbau und Inhalt her sehr gelungen ist. Sehr nett finde ich auch die Zusatzinformation über Münzen.
Ich würde aber noch empfehlen einen Hinweis hinzuzufügen, dass beim Arbeiten eine Schutzbrille verwendet werden sollte, vor allem beim Erhitzen der Lauge!! Alkalien sind beim Verspritzen höchst gefährlich und können bei Augenkontakt schwerste Schäden bis zur Erblindung verursachen (sie sind sogar noch gefährlicher als Säuren im Auge).

Folgender Satz ist noch nicht ganz vollständig/richtig:

Zitat:
Bei Messing handelt es sich um eine Legierung aus Kupfer und Zink. Dies kann man z.B. daran sehen, dass wenn man eine Kupfermünze in einem Laugebad mit Zinksulfat nichts passiert.


Das Bild von den Münzen bei der Erklärung würde ich zudem an den Rand oder nach Unten rutschen, da es beim Lesen etwas stört, wenn der Satz dadurch zerschnitten wird.

Zitat:
In Versuch 1 bewirkt die Lauge, dass die Oxidschicht auf dem Zink aufgelöst wird, sodass Zink vom Kupferstück adsorbiert werden kann. Es entstehen Zinkationen:


Hier bitte Tetrahydroxozinkat oder zumindest Zinkkationen mit doppel k draus machen.

Das Zink reagiert im stark alkalischem Milieu der Natronlauge zuerst zu Tetrahydroxozinkat, wobei auch eine Wasserstoffentwicklung vorhanden ist. Danach bildet sich allmählich eine Zinkschicht auf der Kupfermünze. Diese Reihenfolge wäre glaube ich besser.

Als Titel könnte man eventuell noch etwas Pfiffigeres wie z.B. "Falschgeld" wählen. Aber so oder so ist es eine gelungene Versuchsbeschreibung.

Kaffee

__________________
Ein Blick über den Tellerrand - mein photographisches Schaffen:

www.namibia-pictures.de
07.12.2008 15:19 Enhadrei ist offline E-Mail an Enhadrei senden Beiträge von Enhadrei suchen Nehmen Sie Enhadrei in Ihre Freundesliste auf

Neuling Neuling ist männlich
Polymer


images/avatars/avatar-409.jpg

Dabei seit: 03.06.2008
Beiträge: 499
Beruf: Schüler
Dein "Chemiewissen": Chemie LK

Themenstarter Thema begonnen von Neuling
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Erstmal danke für die Erläuterungen ...

Zum Tetrahydroxozinkat: Ich meinte Zinkat-Ionen. Ist das nicht richtig? Ich muss zugeben, es sieht sehr nach einem Tippfehler aus... aber ist Zinkat-Ion falsch?

__________________
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft Und Eigenschaft, Wäre kein Meister Über die Geister.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher.“
Albert Einstein
07.12.2008 15:43 Neuling ist offline Beiträge von Neuling suchen Nehmen Sie Neuling in Ihre Freundesliste auf

Enhadrei Enhadrei ist männlich
Copper


images/avatars/avatar-403.jpg

Dabei seit: 20.09.2006
Beiträge: 1.537
Beruf: Student
Dein "Chemiewissen": Studienanfänger

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Ich hatte bis jetzt nur Zink-Kationen Zn2+ die in wässriger Lösung entsprechend solvatisiert sind, bzw. das Zn(OH)42- als Tetrahydroxozinkat gekannt. Aber es wird offensichtlich mit Trivialnamen auch als Zinkat bezeichnet. Also passt es doch (ich würde aber trotzdem den systematischen Namen in Klammern angeben, damit auch jeder weiß um was es sich handelt).

zwinker

__________________
Ein Blick über den Tellerrand - mein photographisches Schaffen:

www.namibia-pictures.de
07.12.2008 16:06 Enhadrei ist offline E-Mail an Enhadrei senden Beiträge von Enhadrei suchen Nehmen Sie Enhadrei in Ihre Freundesliste auf

Neuling Neuling ist männlich
Polymer


images/avatars/avatar-409.jpg

Dabei seit: 03.06.2008
Beiträge: 499
Beruf: Schüler
Dein "Chemiewissen": Chemie LK

Themenstarter Thema begonnen von Neuling
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Habe dabei an Natriumaluminat - das war mir schon bekannt - gedacht und daraus dann einfach Natriumzinkat gemacht.

__________________
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft Und Eigenschaft, Wäre kein Meister Über die Geister.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher.“
Albert Einstein
07.12.2008 16:38 Neuling ist offline Beiträge von Neuling suchen Nehmen Sie Neuling in Ihre Freundesliste auf

Enhadrei Enhadrei ist männlich
Copper


images/avatars/avatar-403.jpg

Dabei seit: 20.09.2006
Beiträge: 1.537
Beruf: Student
Dein "Chemiewissen": Studienanfänger

Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Generell bezeichnet man die Ionen in der höchsten Oxidationsstufe mit der Endung -at (z.B. Permanganat, Dichromat, Perchlorat,...). Bei Zink gibt es allerdings sowieso nur eine Oxidationsstufe, nämlich 2+.

Das Problem ist, dass dies keine Angabe z.B. über die Art der Liganden gibt. Zinkat könnte genauso gut [Zn(CN)4]2- sein. Tetrahydroxozinkat ist dafür eindeutig. Aber meist weiß man ja worum es sich handelt...

__________________
Ein Blick über den Tellerrand - mein photographisches Schaffen:

www.namibia-pictures.de
07.12.2008 19:40 Enhadrei ist offline E-Mail an Enhadrei senden Beiträge von Enhadrei suchen Nehmen Sie Enhadrei in Ihre Freundesliste auf

Neuling Neuling ist männlich
Polymer


images/avatars/avatar-409.jpg

Dabei seit: 03.06.2008
Beiträge: 499
Beruf: Schüler
Dein "Chemiewissen": Chemie LK

Themenstarter Thema begonnen von Neuling
Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Lang ist's her, dass ich dieses Thema eröffnet habe ... Überraschenderweise ging es genau um diesen Versuch in der 1. Runde der IChO 2010 (eventuell auch daher bereits schon über 800 Mal heruntergeladen?), die mittlerweile vorbei ist. Ich als Verfasser der obigen Vorschrift und gleichzeitig auch Teilnehmer dieses Wettbewerbs werde nun vielleicht bald die Vorschrift erweitern, eine ausgefeiltere Erklärung aufschreiben und auch genauso wie in der Wettbewerbsaufgabe etwas ausführlicher zeigen, warum die Reaktion gar keine Redoxreaktion sein kann.

Eins hat mich in der Aufgabenstellung gewundert:

Angeblich soll das Verzinken der Münze in der Lösung auch funktionieren, wenn die Münze kein Zink berührt. Dies habe ich einmal selber ausprobiert und auch mit Photos dokumentiert. Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass der Verscuch nur klappt, wenn die Münze vom Zink berührt wird. Ich habe also versucht mir den Versuch irgendwie zu erklären und bin dann hinterher auch im Internet auf einen Beitrag eines englischen Chemieforums (den Link habe ich mittlerweile nicht mehr) gestoßen. Der Verfasser erklärt sich den Versuch genauso wie ich es auch vermutet hatte, er geht nämlich auch davon aus, dass sich die Metalle berühren müssen.

Zitat:
But why does this work? I’ve coated pennies with silver and mercury before, but zinc is more electropositive than copper. Based on electrochemical potentials, zinc shouldn’t plate out on copper -- copper should be plating out on zinc. Apparently I’m not the only person to wonder about this, as web pages devoted to this effect can be found throughout the Internet, for example, here and here. First of all, Zn dissolves in NaOH to make zincate ion and hydrogen. Zn + 2OH- + 2H2O ----> Zn(OH)42- + H2 Okay, that’s straightforward chemistry. But how does the copper reduce the Zn(OH)42-? The answer is that it doesn’t. Surprisingly, copper is not the reductant . Copper is not oxidized and it does not go into solution. Copper’s role is to create a galvanic cell with the undissolved portion of the zinc powder. Zinc does not plate out on the penny until the copper is in direct contact with zinc metal. It turns out that zinc metal is the reductant, which sounds bizarre, at least to me. Once the zinc and copper metals are in contact and the galvanic cell is created, the zinc begins to oxidize… Zn + 4OH- ----> Zn(OH)42- + 2e- And its electrons are now available to reduce the zincate ion near the surface of the penny... Zn(OH)42- + 2e- ---> Zn + 4OH- So the overall reaction is: Zn + Zn(OH)42- ----> Zn(OH)42- + Zn Basically there is no net reaction! Which means the zinc is essentially just migrating from the surface of the zinc powder to the surface of the penny. At first glance, this would appear to violate the laws of thermodynamics, but obviously it doesn’t. I assume there is some sort of entropy effect here, perhaps related to the galvanic cell, but I don’t know the exact cause. In any case, this reaction appears just as mystical as alchemy itself!



Wisst ihr vielleicht mehr?

Ich zitiere noch einmal die Aufgabe der IChO:

Zitat:
Es funktioniert auch mit einem Kupferblech und ebenso, wenn das Kupfer keinen direkten Kontakt zum metallischen Zink hat.


Darauf bin ich dann jedoch in meiner Aufgabenlösung nciht eingegangen, weil ich dachte, dies käme nicht gut an, da danach ja gar nicht in der Aufgabenfrage gefragt wurde. zwinker

---
Edit: Ich sehe grade: In Bayern ist die 1. Runde erst am Montag vorbei.

__________________
Wer sie nicht kennte, Die Elemente, Ihre Kraft Und Eigenschaft, Wäre kein Meister Über die Geister.“
Johann Wolfgang von Goethe
„Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher.“
Albert Einstein

Dieser Beitrag wurde 5 mal editiert, zum letzten Mal von Neuling: 23.09.2009 18:21.

23.09.2009 17:58 Neuling ist offline Beiträge von Neuling suchen Nehmen Sie Neuling in Ihre Freundesliste auf

Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
TOMCHEMIE » Allgemeine Chemie, Grundlagen der Laborpraxis, Chemische Analyse » Chemische Experimente und Versuche » Metalle » "Vergoldung", "Versilberung" und Verkupferung von Euromünzen

Forensoftware: Burning Board 2.3.6 pl2, entwickelt von WoltLab GmbH