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Zum Ende der Seite springen Herstellung eines Permanentmagneten
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Enhadrei Enhadrei ist männlich
Copper


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Herstellung eines Permanentmagneten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Bei uns im Physik LK haben wir grade damit begonnen uns mit Magneten zu beschäftigen. Dabei ist die Frage aufgekommen wie sich denn ein Permanentmagnet herstellen lässt. Unser Physik Lehrer meint, dass man das Metall warscheinlich schmelzen muss, es dann induziert (damit sich alle magnetischen Momente in eine Richtung ausrichten), und es dann erstarren läst. Das ist allerdings nur eine Vermutung von ihm. Die Lösung hat er gemeint wäre seiner Meinung nach in der (nach seinen Worten) "Hilfswissenschaft" der Chemie zu finden.
Habt ihr eventuell eine Ahnung wie sich so etwas umsetzen lässt oder könnt ihr eine Seite empfehlen wo dieses Gebiet eventuell eine Rolle spielt. Die Annahme unseres Lehrers klingt ja schon garnicht mal so schlecht, aber für mich als begeisterten Chemiker (bei dem eher die Physik die "Hilfswissenschaft" ist) reicht die Antwort noch nicht so ganz aus, da es mich doch sehr interessieren würde, was hier auf Teilchenebene abläuft.

:ueberleg:

Schon mal vielen Dank für eure Hilfe :danke:

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24.11.2006 16:31 Enhadrei ist offline E-Mail an Enhadrei senden Beiträge von Enhadrei suchen Nehmen Sie Enhadrei in Ihre Freundesliste auf

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Also das mit dem Schmelzen ist schon mal ne ganz miese Idee ...
Wenn das Metall geschmolzen ist, sind die einzelnen Atome ja schliesslich relativ frei beweglich und selbiges gilt auch für die Orientierung der magnetischen Momente. Du würdest es de facto gar nicht erst schaffen, das aufgeschmolzene Metall zu magnetisieren. Davon abgesehen würde dies dann spätestens zunichte gemacht, wenn das Ganze wieder erstarrt und sich die einzelnen Atome im Kristallgitter umordnen ...

Du brauchst im Grunde einen (ferromagnetischen) Stoff, der eine entsprechende Hystereseschleife aufweist und einfach ein entsprechend starkes, gerichtetes Magnetfeld, in das der Stoff eingebracht wird, um magnetisiert zu werden ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Hysterese

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24.11.2006 16:38 A.V. ist offline Homepage von A.V. Beiträge von A.V. suchen Nehmen Sie A.V. in Ihre Freundesliste auf

Enhadrei Enhadrei ist männlich
Copper


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Wenn in meiner Schmelze die Teilchen sich bewegen können ist das doch eigentlich egal, weil sie sich ja durch ein äußeres Magnetfeld immer noch ausrichten, oder? Wenn ich die Schmelze erstarre, Verharren die Teilchen in ihrer Ausrichtung und können sich nun nach Entfernen des äußeren Magnetfeldes nicht mehr frei bewgen (bleiben also in dem magnetissierten Zustand). Müsste doch sogar eigentlich ein Punkt sein, der für so eine Annahme spricht, dass man das ganze in Schmelzen macht oder?
Das mit der Hystereseschleife hab ich noch nicht so ganz kappiert. Wie kann ich mir denn solche Bloch-Wände und Weiss-Bezirke etwas bildlicher vorstellen? :please:

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24.11.2006 21:43 Enhadrei ist offline E-Mail an Enhadrei senden Beiträge von Enhadrei suchen Nehmen Sie Enhadrei in Ihre Freundesliste auf

Enhadrei Enhadrei ist männlich
Copper


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Hat niemand weitere Anregungen?

Und was ist damit:
Zitat:
Wenn in meiner Schmelze die Teilchen sich bewegen können ist das doch eigentlich egal, weil sie sich ja durch ein äußeres Magnetfeld immer noch ausrichten, oder? Wenn ich die Schmelze erstarre, Verharren die Teilchen in ihrer Ausrichtung und können sich nun nach Entfernen des äußeren Magnetfeldes nicht mehr frei bewgen (bleiben also in dem magnetissierten Zustand). Müsste doch sogar eigentlich ein Punkt sein, der für so eine Annahme spricht, dass man das ganze in Schmelzen macht oder?


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30.11.2006 16:20 Enhadrei ist offline E-Mail an Enhadrei senden Beiträge von Enhadrei suchen Nehmen Sie Enhadrei in Ihre Freundesliste auf

mr.valium   Zeige mr.valium auf Karte
Quark


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Bei uns ist dasselbe Problem im Physik LK aufgetaucht.
Unser Lehrer meinte man müsste nur ein magnetisierbares eisen in ein Magnetfeld bringen, um es selbst zum Permanentmagneten zu machen.

Ich glaube allerdings auch nicht daran dass man ihn durch die Schmelze herstellen kann

Mehr weiss ich leider auch nicht über das Thema!!
Sorry! :heul:

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10.12.2006 15:37 mr.valium ist offline E-Mail an mr.valium senden Beiträge von mr.valium suchen Nehmen Sie mr.valium in Ihre Freundesliste auf

Knueppel   Zeige Knueppel auf Karte Knueppel ist männlich
Neutron


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Bei den Dauer- oder Permanentmagnet bedarf es keiner Ausrichtung im geschmolzenem Zustand, da diese wie schon richtig angedeutet sich entmagnetisieren würden. das ganze kann man sich als Körner vorstellen, die alle unterschiedliche magnetische Ausrichtung haben. Deshalb sind diese Werktoffe erstmal keine Dauermagneten. Sobald man ein starkes Magnetfeld anlegt ordnen diese sich und bei Entfernen des Magnetfeldes bleibt die Anordnung bestehen, sodass man einen Dauermagneten hat. Die Stärke des Magnetfeldes nimmt entscheidend Einfluss auf die Stärke des zu erzeugenden Magneten. Desweiteren lassen sich die jeweiligen Stoffe unterschiedlich gut Magnetisieren. Sehr Starke Magnete können aus einer Legierung von Neodym,Eisen und Bor (NdFeB) hergestellt werden

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Die Online Shisha
23.01.2007 15:28 Knueppel ist offline E-Mail an Knueppel senden Homepage von Knueppel Beiträge von Knueppel suchen Nehmen Sie Knueppel in Ihre Freundesliste auf

NathiNudelsuppe NathiNudelsuppe ist weiblich
Quark


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RE: Herstellung eines Permanentmagneten Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Also ich bin zwar bloß eine Popelige 9. Klässlerin aber der Permanentmagnet ist mein Abschlussprüfungsthema um in die 10. zu kommen. ;)
Meine Physiklehrerin hat uns erklärt das die Stoffe (AlNiCo) Gemahlen werden, gemischt werden und dann in einem starken Magnetfeld gepresst werden. Mehr wird da an sich nicht gemacht. Das Aluminium ist zwar nichtferromagnetisch, aber zur festigung der Elementarmagnete da. AlNiCo ist heutzutage die beste Mischung, da es lange braucht um entmagnetisiert zu sein.

Freut mich wenn ich helfen konnte und wenn nicht, auch egal hab ich halt nur meinen Senf dazugegeben...

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"Derjenige der fliegen lernen will, muss erstmal lernen auf den Beinen zu stehen." - Nietzsche
03.02.2009 13:23 NathiNudelsuppe ist offline E-Mail an NathiNudelsuppe senden Beiträge von NathiNudelsuppe suchen Nehmen Sie NathiNudelsuppe in Ihre Freundesliste auf

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Hallo NathiNudelsuppe,

erst mal herzlich willkommen hier im Forum zwinker

Danke dir und deiner Lehrerin für die Infos. Also muss man das Metall offensichtlich doch nicht schmelzen um es optimal zu magnetisieren rofl

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03.02.2009 15:09 Enhadrei ist offline E-Mail an Enhadrei senden Beiträge von Enhadrei suchen Nehmen Sie Enhadrei in Ihre Freundesliste auf

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Danke fürs Willkommenheißen (:

Genau, so stehts auch in unserem Physikbuch. Hab vorhin noch entdeckt das man während des Pressens auch Hitze beiführen kann. Aber schmelzen sollte man das ganze dann doch nicht ;) Freut mich wenn ich helfen konnte.

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03.02.2009 16:18 NathiNudelsuppe ist offline E-Mail an NathiNudelsuppe senden Beiträge von NathiNudelsuppe suchen Nehmen Sie NathiNudelsuppe in Ihre Freundesliste auf

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