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Zum Ende der Seite springen Begriffe Destillation/Rektifikation
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Schwarzheide   Zeige Schwarzheide auf Karte Schwarzheide ist männlich
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Begriffe Destillation/Rektifikation Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hallo,
könnte mir bitte noch mal jemand erklären was folgende Begriffe bedeuten, ich komme da imnmer durcheinander und im Lehrbuch ist es schlecht erklärt:

Vorlauf
Hauptlauf
Zwischenlauf
Nachlauf
Fraktion
(Rücklauf)

Danke, schönes Wochenende

__________________
Schwarzheide

(Gott hat Humor bewiesen, in dem er den Menschen erschuf)
16.03.2007 13:21 Schwarzheide ist offline E-Mail an Schwarzheide senden Beiträge von Schwarzheide suchen Nehmen Sie Schwarzheide in Ihre Freundesliste auf

Paradoxtom   Zeige Paradoxtom auf Karte Paradoxtom ist männlich
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http://www.tomchemie.de/destillieren3.htm

Zitat:
Vorlauf

Als Vorlauf bezeichnet bei der Destillation von Spirituosen das zu Beginn entstehende Destillat. Es enthält besonders viel Methanol und andere leichtflüchtige Substanzen wie Ethylacetat und ist für den menschlichen Genuss nicht geeignet.

Der Vorlauf zeichnet sich üblicherweise durch einen unangenehmen, stechend-scharfen Geruch (und ebensolchen, stark adstringierenden) Geschmack aus.

Nach dem Vorlauf wird das sog. Herzstück (der genussfähige Brand) gewonnen, dann der Nachlauf.


Zitat:
Mittellauf

Sobald das Destillat einwandfrei schmeckt, beginnt der Mittellauf. Man fängt ihn in einem gesonderten Gefäß ohne viel Luftberührung auf. Er beginnt mit ca. 70 bis 80 %vol. Alkohol zu rinnen. Im Mittellauf sind die erwünschten Bestandteile, welche den Trinkbranntwein ergeben, enthalten. Hier ist es besonders wichtig, langsam abzubrennen. Der Alkoholgehalt sinkt mit dem Brennvorlauf langsam ab. Das Ende des Mittellaufes und der Beginn des Nachlaufes können nicht exakt bestimmt werden. Die sicherste Methode ist das Kosten, wobei eine gewisse Erfahrung notwendig ist.
Bei einem Alkoholgehalt von 50 bis 45 %vol. soll man auch bei guter Maischequalität den Mittellauf beenden und den Nachlauf in einem anderen Gefäß auffangen. Jetzt befinden sich in vermehrtem Maße unerwünschte Stoffe (Fuselöle u. a.) im Destillat, welche die Qualität ungünstig beeinflussen würden. Sollte es sich durch Verkosten ergeben, daß die Qualität doch noch in Ordnung ist, kann etwas weiter heruntergebrannt werden, ab einem Alkoholgehalt von 42 %vol. jedoch steigt der Fuselölanteil stark an.
Der Mittellauf beträgt ca. 30% der Kesselfüllung, seine Stärke liegt bei 60 bis 70 %vol. Alkohol.


Quelle: http://www.tvt.rwth-aachen.de/brannt/bra...destilation.htm

Zitat:
Nachlauf

Als Nachlauf bezeichnet man bei der Destillation von Wein- oder Obstbränden den Teil, der nach dem eigentlichen Herzstück entsteht. Die Abtrennung des Nachlaufs sollte sorgfältig erfolgen, da dieser Teil bereits einen hohen Anteil an höheren Alkoholen (sog. Fuselöle) aufweisen kann, die dem Genuss nicht zuträglich sind.

Im Gegensatz zum Vorlauf (Destillation), der einen unangenehmen Geruch aufweist, haben die Komponenten des Nachlauf eher fruchtige und süßliche Noten.

Bei Konsum dieses Destillationsprodukts ist aufgrund der komplexen Abbauprodukte der enthaltenen höheren Alkohole (in wesentlichen Mengen Iso-Oktanole bis Iso-Dekanole) im menschlichen Körper mit erheblichen Katererscheinungen zu rechnen.


Quelle: Wiki

Zitat:
Fraktion:

Beim Destillieren eines Substanzgemisches sind verschiedene Fraktionen zu erwarten, die sich u. a. bezüglich Siedetemperatur und Brechungsindex unterscheiden.

Das Wechseln der Vorlage ist dann nötig, wenn sich die Siedetemperatur verändert, wobei die Destilliergeschwindigkeit zu beachten ist.


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16.03.2007 14:21 Paradoxtom ist offline E-Mail an Paradoxtom senden Homepage von Paradoxtom Beiträge von Paradoxtom suchen Nehmen Sie Paradoxtom in Ihre Freundesliste auf

Schwarzheide   Zeige Schwarzheide auf Karte Schwarzheide ist männlich
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Rücklauf Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

ich nochmal,
was bedeuten folgende Begriffe:
1. wilder Rücklauf
2. Totaler Rücklauf
4. Gesteuerter Rücklauf

und:
Wie verhalten sich Dampfdruck und Siedepunkt einer Flüssigkeit zueinander?

__________________
Schwarzheide

(Gott hat Humor bewiesen, in dem er den Menschen erschuf)
06.10.2007 15:01 Schwarzheide ist offline E-Mail an Schwarzheide senden Beiträge von Schwarzheide suchen Nehmen Sie Schwarzheide in Ihre Freundesliste auf

giftmischer   Zeige giftmischer auf Karte
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RE: Rücklauf Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Mit steigender Temperatur steigt auch der Dampfdruck der jeweiligen Substanz über der Flüssigkeit. Die Substanz fängt an zu sieden, wenn Dampfdruck und Umgebungsdruck gleich sind. Somit meinen Verdampfen und Sieden auch nicht das gleiche!

Rücklauf ist ein Begriff aus der Rektifikation. Man spricht von Rektifikation wenn der aufsteigende Dampf mit dem in den Sumpf zurücklaufenden Kondensat in der Kolonne in Kontakt kommt. Totaler Rücklauf ist wenn kein Destillat übergeht (entnommen wird) und alles was in die Gasphase gegangen ist wieder in den Sumpf zurückließt.

Gesteuerter Rücklauf und wilder Rücklauf höhre ich zum ersten mal, aber man kann sich seine Gedanken hierzu machen.

Wilden Rücklauf würde ich es nennen, wenn sich durch (zuviel) aufsteigenden Dampf die Flüssigkeit in der Kolonne sammelt und hierdurch in der Kolonne "wild vor sich hin blubbert". Das Trennergebnis dürfte hierdurch durchaus leiden.

Unter geregeltem Rücklauf würde ich verstehen, dass es sich nicht um einen totalen Rücklauf handelt, sondern dass etwas Destillat abgezogen wird.
06.10.2007 15:57 giftmischer ist offline Beiträge von giftmischer suchen Nehmen Sie giftmischer in Ihre Freundesliste auf

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